Die Winterzeit, für uns Bergsportler eine herrliche Zeit! Für die Natur, vor allem für die Tiere, ist dies jedoch eine sehr strenge Zeit. Die winterlichen, sportlichen Aktivitäten abseits der gesicherten Pisten haben in den letzten Jahren zugenommen. Vor allem mit Schneeschuhen werden zunehmend auch sensible Gebiete begangen, welche bisher von Störungen verschont geblieben waren (flachere, stärker bewaldete Gebiete). Dies hat in letzter Zeit immer öfters zu Konflikten mit dem Natur- oder Wildschutz geführt. Ein aktives Naturerlebnis ist wichtig und soll wenn möglich nicht durch Verbote verhindert werden. Deshalb sollten wir uns als Tourenleiter sowie als Privatpersonen an die Regeln des „Kodex für naturverträgliche Wintertouren“ halten.
Respektiere bestehende Wildschon- und weitere Schutzgebiete (in den neuen Skitourenkarten eingezeichnet)
Plane Touren wenn möglich auf bestehenden Routen
Vermeide die Dämmerungszeit, denn zu diesem Zeitpunkt sind viele Tiere besonders störungsanfällig.
Weiche dem Wild nach Möglichkeit aus und umgehe Futterstellen. Beobachte Tiere aus gebührender Distanz.
Durchquere Waldgebiete möglichst auf Wegen oder vorhandenen Routen (Spuren durch Vorgänger). Vermeide Abfahrten durch den Wald. Begehe keine Aufforstung und keinen Jungwuchs.
Lasse Hunde im Waldbereich nicht frei laufen.
Halte dich nur kurz im Bereich der Waldgrenze auf und wähle deine Route nicht parallel zur Waldgrenze.
Schone im Frühjahr die Grenzbereiche Schneedecke – Gras, die besonders empfindlich sind.
Geniesse die winterliche Stille und störe sie selbst nicht unnötig.