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Beschreibung zu den Tourenanforderungen

Ochsentour im Gantrisch

Die Schneelage im heimatlichen Gantrisch war, selbst auf der Nordseite, ungenügend. So haben wir uns statt auf eine Ochsentour aufgemacht auf die Suche nach den legendären Schwarznasuschafen. Die haben wir zwar nicht gefunden - hat wohl alle der Wolf gefressen - dafür aber Sonne, Pulverschnee und Bergspitzen und Täler, von denen noch kaum einer von uns je gehört hat: La Brinta, L'Ar du Tsan, La Brechette… Selbst der Ticketautomat der BLS hatte keine Ahnung, was er da ausdrucken soll.

Für eine zweite Nervenprobe frühmorgens sorgten dann SBB und BLS: «Ihr Zug erhält eine unbekannte Verspätung von...» Eine Tour ohne Ochsen, ok, das geht ja noch - aber ohne Tourenleiter? Da jedoch alle Züge Verspätung hatten, fanden wir uns schliesslich doch alle zusammen vor der kleinen Seilbahn nach Vercorin. Und nun funktionierte die Transportkette wieder reibungslos, Skibus, Gondelbahn und Skilift brachten uns in eine komfortable Ausgangslage. Nach einem gemächlichen, sonnigen Aufstieg konnten wir von der Brinta erstmals den Tiefblick ins Rhonetal, auf die Eisriesen des Val d'Anniviers und auf den weiteren Tourenverlauf geniessen. Dass die Erde keine flache Scheibe ist, wissen wir als Bergler natürlich schon lange, aber dass die Vögel dereinst die Weltherrschaft erlangen werden, dafür konnten wir hier oben erste klare Hinweise wahrnehmen… Mittagspause gabs auf der Hochebene von Ar du Tsan am Ende des Vallon de Réchy, trotz naher Skigebiete im Winter ein magisches, weltabgeschiedenes Plätzchen. Die für einmal richtig winterlichen Temperaturen sorgten dafür, dass die Pause nicht allzu lang wurde. Wir verlassen die Hochebene durch ein steiles, schattiges Tälchen, wo uns, auch nach 3 Wochen Schönwetter, strenge Spurarbeit erwartet. Und auch eine kleine Lektion Spitzkehren-Repetition steht hier noch auf dem Programm. Das Finale dann wie versprochen eine grandiose, rauschende Abfahrt im Abendlicht (ja ich übertreibe nicht!), wo wir auch durch glucksende Bachgräben, fliegende Skis und schrubblige Steilwälder nicht (oder nur ein wenig...)  gebremst werden. Eine wunderbare Skireise as its best, vom industriellen Rhonetal ins hinterste archaische Wallis, mit einem wunderbaren aufgestellten Trüppchen Angensteiner*n!